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Vorbereitungsteam

Cappel. Das Arp-Schnitger-Festival im Rahmen des Bremer Musikfests ohne ein Konzert in Cappel? Nicht denkbar. Schließlich ist das Instrument in der St. Peter und Paul Kirche die besterhaltene Orgel Schnitgers.

Wenn wie jedes Jahr die Arp-Schnitger-Orgel in der Cappeler Kirche zum Schauplatz des Bremer Musikfestes wird, denkt kaum jemand daran, dass die Vor- und Nachbereitung des Musikereignisses für die ehrenamtlichen Helfer der Kirchengemeinde Cappel eine logistische Meisterleistung ist. Ein zehnköpfiges Team kümmert sich bei jedem Konzerttermin darum, dass alle Vorbereitungen „wie geschmiert“ laufen. Stühle müssen in der Kirche aufgestellt, Kissen und Programmhefte verteilt werden. Hartmut Magers kümmert sich darum. Sohn Ole ist als Organist dabei, wenn die Orgel vor großen Konzerten noch einmal vom Orgelbauer genau gestimmt wird. Der Förderverein der Arp Schnitger Orgel legt außerdem allergrößten Wert darauf, alle Konzertbesucher mit Gastfreundschaft sprichwörtlich zu überschütten. „Nachzusitzen“ ist zum Begriff in Cappel geworden, um den musikalischen Abend im Gespräch ausklingen zu lassen. Kein Wunder, dass die große Deele im Organistenhaus nach dem Konzert manchmal fast zu klein ist. Alle Konzertbesucher sind eingeladen, bei Wein, Punsch oder Tee, bei Wurster Rosinenstuten mit Mettwurst oder Käsehäppchen noch ein wenig zusammenzusitzen und die Musik nachklingen zu lassen. „Das Besondere am süßen Wurster Stuten ist der Belag aus Butter und Mettwurst“, erklärt dann jedes Mal Kirchenvorsteherin Almut Harrs den verblüfften Konzertbesuchern aus Bremen oder von der anderen Weserseite. Schon nach den ersten Konzerten im Jahr 1974 hätte man im kleinen Kreis mit ein paar Kirchenvorstehern und dem Künstler bei „Bubi“ nebenan Hähnchen gegessen, erinnert sich Edda Bartels. Ihr verstorbener Mann Eide hatte damals den Begriff geprägt. Nach der Fertigstellung des Organistenhauses sei dann das „Nachsitzen“ als Einladung zum Klönschnack für alle Konzertgäste ein fester Begriff geworden. „Darauf legen wir auch beim Bremer Musikfest allergrößten Wert“, so Harrs. Das sei sogar eine der Bedingungen seitens des Fördervereins gewesen. Und so wird am Freitag der Konzertbus erst eine Stunde nach Konzertende nach Bremen zurückfahren. In dieser Zeit haben die Gäste Gelegenheit, in geselliger Runde mit dem Organisten ins Gespräch zu kommen. Das würde mittlerweile von den Bremer Konzertgästen auch sehr geschätzt, weiß Harrs. Ebenfalls sind die Organisten von der Möglichkeit angetan, sofort nach Konzertende ein Feedback von den Zuhörern zu bekommen. Der niederländische Organist Gijsbert Lekkerkerker fühlt sich in Cappel so wohl, dass er jedes Mal zum anschließenden Kaffeetrinken meterlange, holländische Honigkuchen mitbringt und zusammen mit seiner Frau die köstlichen Süßigkeiten an seine Konzertgäste verteilt. „Diesmal wollen wir Käse- sowie Mettwursthäppchen und dazu Wein anbieten“, verrät Christian Primus vom Förderverein, der sich um die kulinarischen Dinge kümmert. Jutta Holst verwendet viel Zeit und Liebe darauf, die Tische im Organistenhaus wieder besonders nett zu decken und zu schmücken. ul

Organist Gijsbert Lekkerkerker

schneidet und verteilt zusammen mit seiner Frau holländischen Kuchen im Organistenhaus.